Gemeinde Moorbad Harbach

PLZ 3970, Telefon 02858/5214
Einwohner 704, Fläche 3.551 ha
Die Kur- und Tourismusgemeinde Moorbad Harbach liegt im Bezirk Gmünd an der niederösterreichisch-tschechischen Grenze. Sie setzt sich aus den Erholungsorten Harbach, Hirschenwies, Lauterbach, Maissen und Wultschau zusammen.

Die Besiedelung unserer Gegend - im ehemaligen Nordwald gelegen - erfolgt nachdem Hadmar II. von Kuenring zwischen 1201 und 1208 die Burg in Weitra gründete. Die Gründungsform der Ortschaften liegt mit Ausnahme von Hirschenwies in der Ansiedelung von Bauern.

Hirschenwies dagegen verdankt wahrscheinlich seine Entstehung der Glasindustrie, dem Ursprung unserer heutigen Glasveredelungsbetriebe. Harbach ist seit 1771 eine eigene Pfarre und auch Schulort.

Den höchsten Einwohnerstand verzeichnete man um 1900 mit rund 2000 Gemeindebürgern. Heute zählen wir 700 Einwohner. Das zeigt, dass auch wir, wie andere Grenzgemeinden, mit einer starken Abwanderungstendenz zu kämpfen hatten, die erst mit der Errichtung des Moorheilbades gestoppt
werden konnte.

Wirtschaftsträger ist der Tourismus mit den Privatkrankenanstalten und Kurhotels, mit gepflegter Gastronomie und Pensionsbetrieben. Aber auch auf unsere traditionsreichen Bleikristallschleifereien sind wir ebenso stolz wie auf andere Betriebe, deren Produkte buchstäblich in die ganze Welt verkauft werden.

Grundlage für den Tourismus ist unsere reizvolle, naturbelassene Landschaft. Der enorme Waldreichtum - zwei Drittel des Gemeindegebietes sind mit Wald bedeckt - sorgt für eine gesunde Luft und garantiert eine gute Erholung.

Das Erholungsgebiet liegt in einem Talkessel zwischen Mandelstein und Nebelstein. Mit fast 80 km Wanderwegen wurde es für unsere Gäste erschlossen. Mit Mandlstein und Nebelstein besitzt die Gemeinde zwei weithin bekannte Naturschönheiten.

In Moorbad Harbach findet der Gast noch wirkliche Ruhe und Erholung - ohne Stress und Verkehrslärm. Aber auch für die Sportbegeisterten ist bestens gesorgt. Naturbadeteich, Hallenbäder, Tennisplätze, Tennishallen und Freizeitplätze, beschilderte Lauf- und Nordic Walking-Strecken, Xundwärts-Parcour (Bewegungsfreude im Motorikpark), Xundwärts-Zentrum, Kegelbahnen sowie im Winter bestens gespurte Langlaufloipen bieten sowohl Freizeitspaß als auch ernste Trainingsmöglichkeiten.



Geschichtliches

GLAS UND SILBER
Glashütte: Die Streusiedlung Hirschenwies verdankt wahrscheinlich ihre Entstehung und ihren Aufschwung der Glasindustrie. Bereits um 1660 stand hier inmitten des Waldgebietes eine Glashütte. Quarz wurde teilweise aus den Quarzgängen am Hirschenstein gewonnen, der größte Teil aber kam aus dem nahen Schwarzwald in Böhmen.

Für die Glaserzeugung wurden 4000 bis 5000 Raummeter Holz im Jahr verbraucht. Auch waren die verschiedensten Berufe erforderlich: wie Flußsieder, Puchler, Tagschürer, Nachtschürer, Schmelzer, Sortierer, Eintragsbuben und Glasbinderinnen, weiters Glasschneider, Glasschleifer, Holzhauer, Modellmacher, Hafenmacher, Aschenbrenner und Fuhrleute.

Ab dem Jahr 1686 wurde die Hütte „Crystall Glashütte“ bezeichnet. 1711 stellte diese Hütte ihren Betrieb ein, nachdem in Schwarzau 1710 eine neue Glashütte errichtet wurde. Nach der Stilllegung der Glasöfen arbeiteten etwa 50 Glasschleifer weiter. Aber die Glasschleifereien wurden immer weniger und im Jahr 1771 waren nur mehr zwei Glasschleifer und zwei Glasschneider im Ort.

Das Rohglas wurde aus den bestehenden, nahen Glashütten aus Schwarztal, Silbertal und Bonaventura, alles Orte im nahen Böhmen, geholt. Verkauft wurden die Gläser größtenteils in Wien, auf Märkten oder man hausierte in größeren Orten. Die künstlerischen Glasmuster der Hirschenwieser
waren sehr gefragt.

Im Jahr 1931 gab es nur mehr zwei Glasschleifereien, die sich nach dem Krieg auf die Verarbeitung von Bleikristall spezialisierten.

1954 bestellte der damalige Bundeskanzler Raab eine Kristallvase in einer dieser Glasschleifereien, die der englischen Königin Elisabeth zum Geschenk gemacht wurde. Seither fanden viele Werbevorführungen bei Messen und Ausstellungen in Wien, Krems, St. Pölten und auch im Ausland statt. Und auch heute befinden sich in der Gemeinde noch zwei Glasschleifereien.


SILBERGRUBEN
In der Nähe des „Flieherweges“, von Lauterbach zur tschechischen Grenze, ist ein Quarzgang festzustellen. Heute sieht man zwei etwa 2 m tiefe mit Gras und Moos überwachsene Gruben. Den älteren Bewohnern von Lauterbach ist der Name "Silbergruben" in guter Erinnerung.

Im Jahre 1903 führte der einstige Besitzer der "Holzmühle", Karl Porsch aus Lauterbach Nr. 40, hier Grabungen durch, da man in diesen Quarzgängen Silber vermutete. Das geförderte Gestein wurde untersucht und es ergab eine Silbergehalt von 0,137 %. An einen Abbau war nicht zu denken, da der Silbergehalt viel zu niedrig war.



Naturdenkmäler

NEBELSTEIN
Ein bekannter Aussichtspunkt (1017 m hoch), wo sich viele internationale Weitwanderwege treffen. Von seinem Gipfel sieht man weithin ins Land, an schönen Tagen bis zum Ötscher. Interessante Felsformationen bzw. Gesteinsschichtungen und Findlinge lassen auf gewaltige Naturereignisse in früheren Zeiten schließen. Die ausgebaute Nebelstein-Schutzhütte des ÖAV liegt am Fuß des Felsens und ist nach 15 Minuten Wanderung leicht vom Parkplatz aus zu erreichen.


MANDELSTEIN
Der Mandelstein ist der zweite wesentliche Aussichtspunkt des oberen Waldviertels. 874 m hoch, bietet er einen weiten Ausblick nach Tschechien bzw. in das Sudetenland. Durch diese exponierte Lage wurde er auch zum Treffpunkt tausender Heimatvertriebener. Den Gipfel erreicht man leicht nach einem Aufstieg von 30 Minuten vom Parkplatz aus.

nach oben
 
Das aktuelle Wetter in Moorbad Harbach
Heute 09.02.2012 Temp. Wind
heiter -14 °C 4 km/h

Morgen 10.02.2012 Temp. Wind
leichter Schneefall -9 °C 9 km/h

Übermorgen 11.02.2012 Temp. Wind
leichter Schneefall -10 °C 10 km/h

Quelle: www.wetter.at
 
Karte anzeigen (popup)
 
Gemeinde Moorbad harbach
» Presse   |   » Kontakt   |   » Impressum
www.weblifting.at