Hirschenwies, Pension Kristall, © Tourismusverein Moorbad Harbach, K. Haumer

Hirschenwies

... Ort der Erholung, Ort mit Tradition

Der Ort mit 100 Jahre langer Tradition der Sommerfrische!

Die Streusiedlung liegt in einem Waldtal südlich des Nebelsteins, nahe der tschechischen Grenze, und erstreckt sich auf einer Seehöhe von 715m bis 900m. Das Flächenausmaß der Katastralgemeinde beträgt rund 5,7 km². Hirschenwies hat 104 Hauptwohnsitzer (Stand August 2021).

Der „kleine Bruder“ der beiden größeren Hausberge Nebelstein (1.017 m) und Mandelstein (874 m) - der Hirschenstein (ca. 850 m) - ist das Wahrzeichen von Hirschenwies und ein besonderer Geheimtipp für Wanderer. An schönen Tagen kann man hier eine grandiose Aussicht genießen.

Der Ort Hirschenwies bietet dem Besucher und Urlauber manche Highlights und viele Möglichkeiten zum Genuss.

Kulinarischen Genuss finden Sie im Gasthof-Pension Nordwald mit seinen Forellenspezialitäten oder in der Café-Pension Kristall, wo die Wirtin den Waldviertler Mohn in ihr kulinarisches Repertoire aufgenommen hat. 

Den Genuss der Bewegung entdecken Sie im Xundwärts-Parcours mit vielen Übungsstationen für die ganze Familie, für Jung und Alt. Hier ist auch der Startpunkt für diverse Rundwanderwege wie zB. der Nebelstein-Erlebnis-Wanderweg oder der Schwarzauweg

Natürlich sollte auch ein Besuch im Glasstudio „Kristallium“ von Erwin Weber oder in der "Waldviertler Schmuckwerkstatt" von Ing. Herbert Haumer auf Ihrem Programm stehen, denn was wäre ein Urlaub ohne ein nettes Souvenir, das Sie zu Hause an Hirschenwies erinnert?

Kurzer geschichtlicher Streifzug

Seine Entstehung verdankt Hirschenwies wahrscheinlich dem Glas, denn hier war die Wiege der örtlichen Glaskunst.

Der Name Hirschenwies wurde uA urkundlich bereits im Jahre 1614 als „Hirschenwiess im Freywalt gelegen“ erwähnt. Es wird aber angenommen, dass der Ort Hirschenwies kaum vor 1600 entstanden ist.

Der Holzreichtum und das Bestreben, das Holz zu verwerten, führte zur Erbauung einer Glashütte. Aus diesem Grund werden die Holzfäller, sowie Glasarbeiter hier die Ortsgründung vorgenommen haben.

Die Bewohner von Hirschenwies waren ursprünglich Glasarbeiter in der Glashütte, Holzhauer, Pecher, Köhler und später Sägewerksarbeiter in der Dampfsäge in Schwarzau, sowie Frächter.

Der Hirschenwiesbach, der von mehreren kleinen Bächlein gebildet wird, trieb in Hirschenwies 5 Glasschleifereien, 2 Sägewerke und 1 Getreidemühle an.

Nach der Auflassung der Glashütte um 1750 bis 1760 wirkten mehrere Glasschleifer im Ort. Mittlerweile gibt es nur noch 2 Glasschleifer in unserer Gemeinde - Familie Weber und Familie Haumer.

Die Ortschaft Hirschenwies gehörte bis zum Jahre 1920 zur Gemeinde Lauterbach. Ab 1920 bildete Hirschenwies mit den Dörfern Maißen, Schwarzau und der Rotte Himmelreich eine selbständige Gemeinde.

Am 1.1.1972 fand dann die Gemeindezusammenlegung statt, und Hirschenwies wurde mit Schwarzau eine Katastralgemeinde der Großgemeinde Harbach, ebenso Maißen, Wultschau und Lauterbach.

Sage von der Entstehung des Ortes Hirschenwies

Einst wurde hier eine große Hirschjagd veranstaltet, bei welcher ein auffallend starker Hirsch aufgetrieben wurde. Die Treiber mit ihren Hunden hetzten ihn. Das verfolgte Tier sprang, da sonst kein Fluchtweg frei war, von einem hohen Felsen, heute heißt er Hirschenstein, in die Tiefe, und blieb mit zerbrochenem Lauf auf der Wiese unterhalb des Felsens liegen. Hier konnte nun der kapitale Hirsch erlegt werden.

Seit dieser Begebenheit heißt der Ort, wo später die Ansiedlung gegründet wurde, Hirschenwies.